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Kalle macht Corona-Ferien?!

Kalle schlägt die Augen auf! Ein Blick auf seinen Wecker verrät ihm, dass es 7.15 Uhr ist. Viel zu früh! Das kann doch wohl nicht wahr sein! Unsicherheit macht sich breit. Träumt er? Das kann aber eigentlich auch nicht sein, denn normalerweise merkt er nicht, wenn er träumt. Komisch! Kaffeeduft steigt ihm in die Nase. Und waren das nicht Schritte, die er eben gehört hat? Mal sehen, was da zur frühen Stunde im Stephanus-Jugendhaus los ist. Ein großzügiger Gähner und ab geht die Post in Richtung Erdgeschoss, wo bereits Licht brennt. Einmal die müden Knochen strecken und die Treppen hoch. Frühsport! Die Tür vom Jugendbüro steht offen und am Schreibtisch sitzt doch tatsächlich, live und in Farbe, der Jan. Normalerweise ist der doch ein Morgenmuffel (so wie im Lied von Rolf Zuckowski) und schläft gerne aus. Bevor die Kirchenglocke am Mittag läutet, schlägt DER in der Regel freitags nie hier auf, denn das Stephanus-Jugendhaus öffnet erst um 15.00 Uhr seine Türen. Das ist nicht normal! Jetzt sitzt DER da mit seinem Kaffee in der Hand, nippt an seiner Tasse und studiert etwas auf seinem Bildschirm. Wahrscheinlich eine wichtige E-Mail… - so etwas soll es geben. Der Gute hat schon Mal fitter ausgesehen und - das fällt sofort auf - die Haare sind nicht gemacht! Wüste Wolle, die ihm da durch die Schädeldecke wächst. Friseurbesuch unbedingt anzuraten!

Kalle reibt sich den biestigen Schlaf aus den Augen, fasst sich ein Herz und wünscht dem alten, dicken Mann mit dem Bart einen guten Morgen. Der Jugendleiter, schreckhaft wie immer, wenn er sich unbeobachtet fühlt, zuckt zusammen und schenkt Kalle ein kurzes Lächeln. Zumindest deutet Kalle das leichte Zucken von Jans Mundwinkel als solches. Er solle sich lieber setzen, schlägt Jan vor und deutet auf den Stuhl neben seinem Schreibtisch. Kalle nimmt Platz. Den angebotenen Kaffee lehnt er allerdings dankend ab. Kaffee mochte er noch nie. Lieber einen schönen Kakao mit Sahne, aber den gibt es nicht – war ja klar. Die Milch ist alle und für die Lieferung ist Astrid zuständig. Diese ist allerding weit und breit nicht in Sicht. Also abwarten.

Die beiden kommen ins Gespräch und Jan erklärt, dass das Stephanus Jugendhaus wegen des Coronavirus geschlossen bleiben muss. Er benutzt die Worte „vorübergehend“ und „bis auf Weiteres“. Kalle muss schlucken. Von Corona hat er in den letzten Wochen schon häufiger gehört. Nämlich dann, wenn sich die Leute darüber im OffenenTreff unterhalten haben, aber er wusste nicht, dass das solche Auswirkungen haben würde. Und das in so kurzer Zeit. Die Kinder und Jugendlichen haben jetzt Corona-Ferien. Hört sich doch super an, denn Ferien sind immer was Gutes! Oder etwa nicht?

Wieder im Keller angekommen, ist die sonst so gemütliche Couch, auf der Kalle so gerne mit den anderen entspannt, gar nicht mehr so gemütlich. Die Gedanken tanzen in seinem Kopf und ziehen ihre Kreise. Das alles kann doch gar nicht wahr sein! Ist es vielleicht doch ein Traum? Leider lautet die Antwort nein. Ein Kniff ins Ohrläppchen und der damit verbundene Schmerz bestätigt die traurige Gewissheit. Das ist ja eine unvorstellbare Ungeheuerlichkeit! Keine Öffnungszeiten! Keine Kinder und Jugendlichen! Keine Gespräche! Kein Getöse! Keine Musik! Und, und, und… das bedeutet: unheimliche und nicht zu ertragende Stille im Stephanus! „Vorübergehend“ und „bis auf Weiteres“. Langeweile-Alarm!

 

Es ist also doch eine Art Traum, in dem er sich befindet. Ein Albtraum!


Fortsetzung folgt, denn …

Kalle möchte so gerne weitere Abenteuer erleben. Doch wie soll das gehen, wenn er ganz allein im Jugendhaus ist? Vielleicht geht es dir im Moment wie Kalle und es herrscht Langeweile-Alarm. Und vielleicht hast du ja eine Idee für ein Abenteuer oder eine Geschichte, die unser Kalle (eventuell mit dir gemeinsam) erleben kann? Dann unterstütze Kalle im Kampf gegen die Langeweile. Nimm ihn mit auf eine Reise in deiner Phantasie! Das ist nämlich gar nicht so schwer und funktioniert so:

  • Ran an den Stift oder die Tastatur und schreibe eine Geschichte von oder mit Kalle. Der Titel deiner Geschichte sollte mit: >>Kalle<< beginnen.
  • Wenn es dir nichts ausmacht, dann teile uns deinen Namen und dein Alter mit.
  • Schicke uns deine Geschichte (per Post/E-Mail), wirf sie in den Briefkasten am Gemeindebüro ein oder klicke hier.
  • Wir veröffentlichen deine Geschichte auf unserer Homepage (www.stephanus-jugendhaus.de) in der Rubrik „Kalles Kurzgeschichtensammlung

Wichtig!
Habe keine Angst Fehler zu machen, denn die macht jeder. Kalle liest, bevor wir die Geschichten veröffentlichen noch einmal drüber und bügelt, wenn es unbedingt nötig ist, ein paar Fehlerchen aus. Es kommt nicht auf Rechtschreibung an, sondern auf die Geschichte. Schreibe was dir in den Sinn kommt und was dir Spaß macht. Es ist deine Geschichte und deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

 


Falls Du noch Fragen hast, dann melde dich bei uns im:

 

Stephanus Jugendhaus
Langenberger Str. 434 a
45277 Essen
*Telefon: 0201-3302766
E-Mail: jugend@kirche.ruhr

*Momentan sind wir dienstags bis freitags in der Zeit von 8.00 – 14.00 Uhr zu erreichen. Sprecht uns bitte ansonsten auf den Anrufbeantworter und wir melden uns dann.